ZuWi

Zukunftsfähiges Wirtschaften

Alle Themen von Zukunftsfähiges Wirtschaften · 9 Kapitel · 244 Min. Lesezeit · Teil der STEOP-Prüfung „VW & ZuWi“ (90 Min., Multiple Choice, Teilpunkte)

Last-Minute-Check: 40 Begriffe auf einen Blick

Last-Minute-Check: 40 Begriffe, die sitzen müssen

BegriffEin-Satz-Erklärung
ZukunftsfähigkeitTransformationen verstehen & gestalten → gutes Leben für alle in ökologischen Grenzen + Frieden & Demokratie verteidigen
WirtschaftenOrganisation & Bereitstellung der Lebensgrundlagen unter begrenzten Ressourcen und ökologischen Grenzen
Verhalten / Gestalteninnerhalb Rahmenbedingungen handeln / Rahmenbedingungen gemeinsam verändern
Negative / positive FreiheitAbwesenheit von Zwang / tatsächliche Möglichkeit, etwas zu tun
RahmenbedingungenInstitutionen, Infrastrukturen, Diskurse
Denkkollektiv (Fleck)Gruppe mit gemeinsamem Denkstil; konservativ; versteht andere schwer
Prä-analytische Vision (Schumpeter)unbewusstes Vorverständnis vor jeder Forschung
Kommodifizierungetwas zur Ware machen
ExternalitätKosten/Nutzen, die nicht im Preis stecken
VerursacherprinzipWer Schaden verursacht, zahlt (Umweltökonomik, schwache Nachhaltigkeit)
Kommensurabelmit gemeinsamem Maßstab (Geld) vergleichbar
Nutzen-Kosten- vs. Multi-Kriterien-Analysealles in Geld / viele, auch inkommensurable Kriterien gewichtet
DiskontierungZukunft abzinsen; Nordhaus 4,5 %, Stern 1,5 %
Bereitstellungsformen (Polanyi)Haushaltung, Gegenseitigkeit, Umverteilung, Markthandel
Alltagsökonomieunbezahlter Sektor + Grundversorgungsökonomie + erweiterte Nahversorgung
Punkt- vs. systemische EffizienzMoment & Kostenminimierung / Gesamtsystem & langfristig
Rente / Rentierleistungsloses Einkommen / wer davon lebt (value taker)
ResidualeinkommenEinkommen minus unvermeidbare Lebenshaltungskosten
Planetare Grenzen9 Prozesse, sicherer Handlungsraum, Kipppunkte
Donutsoziales Fundament (Minima) + ökologische Decke (Maxima); kein Land schafft beides
Relative / absolute Entkopplungweniger pro Einheit / absolut weniger trotz Wachstum
Rebound-Effekt (Jevons)Effizienz → billiger → mehr Verbrauch
SuffizienzGenug-Haben: nicht zu wenig, nicht zu viel
DrehtüreffektWechsel zwischen Politik und Wirtschaft, verstärkt Verflechtung
Machtkomplexefossil, finanzwirtschaftlich, digital
Hegemonie (Gramsci)kulturelle & soziale Vorherrschaft durch Zwang und Zustimmung
Practical adequacyWissen weckt Erwartungen, die sich verwirklichen
Fiktive Ware (Polanyi)Arbeit und Geld: als Ware gehandelt, aber nicht für den Verkauf produziert
Schöpferische ZerstörungSchumpeter: Neues braucht das Ende des Alten
Exnovationbewusstes Beenden nicht-nachhaltiger Praktiken
RegulationsweiseSpielregeln, die eine Wirtschaftsphase stabilisieren
Extensiv / intensivWachstum durch mehr Arbeitskräfte / durch Produktivität
Goldene ZwangsjackeGoldstandard: stabiler Geldwert, aber kaum Spielraum für Staatsausgaben
Finanzialisierungwachsende Bedeutung von Finanzmärkten und -motiven
Hyperglobalisierungtiefe Integration, „strong rules and weak states“, WTO
ElefantenkurveGewinner: globale Mitte + Top 1 %; Verlierer: Unter-/Mittelschicht im Westen
Imperiale LebensweiseNorden lebt auf Kosten des Südens (Brand & Wissen)
Ökologisch ungleicher Tauschhoher ökologischer Gebrauchswert gegen niedrigen
KonsumkorridoreMinimum (floor) + Maximum (ceiling)
Transformation by design / by disastervorausschauend gestaltet / chaotisch erzwungen
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