VWL
Volkswirtschaftslehre
Mikro- und Makroökonomie für die STEOP · 8 Kapitel · 354 Min. Lesezeit · Teil der STEOP-Prüfung „VW & ZuWi“
01Grundlagen, Grundprinzipien & PPF · Mikroökonomie · 33 Min.★★★
0/66 Fragen02Angebot, Nachfrage & Elastizität · Mikroökonomie · 59 Min.★★★
0/56 Fragen03Produktion · Mikroökonomie · 33 Min.★★★
0/37 Fragen04Kosten der Produktion · Mikroökonomie · 42 Min.★★★
0/48 Fragen05Gewinnmaximierung & Wettbewerb · Mikroökonomie · 45 Min.★★★
0/42 Fragen06Externalitäten & CO₂-Bepreisung · Mikroökonomie · 42 Min.★★★
0/41 Fragen07VGR: BIP, BNE & Zahlungsbilanz · Makroökonomie · 37 Min.★★★
0/70 Fragen08Wachstum, Konjunktur, Inflation & Wechselkurse · Makroökonomie · 63 Min.★★★
0/81 Fragen
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0/81 Fragen
Formelsammlung und typische Prüfungsfallen
Formelsammlung
Grundlagen, Angebot und Nachfrage
Realpreis = Nominalpreis × (VPI_Basis / )
MRT = |Steigung der PPF| = Opportunitätskosten von Gut 1; bei Kostenminimum MRT = MC₁/MC₂
Gleichgewicht: =
Log-linear: = − ·p, = + ·p
p* = ( − )/( + )
Nachfrageschock: Δp = /(+), Δq = ·/(+)
Elastizitäten
= (ΔQ/ΔP)·(P/Q)
= (ΔQ/ΔI)·(I/Q)
= (/)·(/)
Erlösmaximum bei || = 1
Produktion
q = F(K,L)
= q/L; = Δq/ΔL
MP schneidet AP im AP-Maximum
GRTS = /
Cobb-Douglas q = K^a·L^b: a+b >/=/< 1 → zu-/konstante/abnehmende Skalenerträge
Homogen vom Grad γ: F(sK,sL) = s^γ·F(K,L)
Skalenelastizität = (·K + ·L)/Q
Verbundvorteile: C(Q₁,Q₂) < C(Q₁,0) + C(0,Q₂)
Kosten
TC = FC + VC; ATC = AFC + AVC
C = rK + ωL (Isokostengerade, Steigung −ω/r)
MC = ΔTC/Δq = ω/; AVC = ω/
MC schneidet AVC und ATC jeweils im Minimum
Kostenminimum: / = ω/r ⇔ GRTS = ω/r ⇔ ω/ = r/ = MC
= MC / AC
Wettbewerb und Gewinnmaximierung
Gewinnmaximum: MR = MC; im Wettbewerb P = MR = MC
Gewinn mit Steuern: π = [Q(P − t) − C(Q)](1 − ) − T → P − t = MC
Kurzfristiges Angebot: MC oberhalb ; Stilllegung bei P < AVC
Preisuntergrenze: kurzfristig min AVC, langfristig min AC
Wertgrenzprodukt: ·P = ω, ·P = r
Langfristiges Gleichgewicht: P = LMC = , ökonomischer Gewinn = 0
Externalitäten
MSC = MC + MEC
Effiziente Emission: MEC = MCA (bzw. P = MSC)
Pigou-Steuer: t = MEC im Optimum
Zertifikate: = für alle Firmen
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
BIA = C + I + G; BIP = BIA + (X − M)
BNE = BIP + NPI
= − D; = K_(t−1) + − D
LB = (X − M) + NPI + Saldo Sekundäreinkommen
KB = LB + VB (bis auf statistische Differenz)
S − = LB
Makro-Zusammenhänge
BIP-Deflator P = /
≈ − ; = y₀(1+g)^t
Outputlücke x = (Y − Y)/Y
u = / ( + )
Okun: Δu = α + β· (β < 0)
π = ( − P_(t−1))/P_(t−1); Phillips-Kurve π = π^e + κx + s
= ΔY/ΔG
Δb ≈ (r − g)·b_(t−1) + d^P
q = E·P/P; E^PPP = P/P; ≈ π* − π
Typische Prüfungsfallen
Angebot, Nachfrage und Elastizität
1Bewegung entlang der Kurve vs. Verschiebung der Kurve verwechseln.
2Bei linearer Nachfrage: Steigung ist konstant, die Elastizität nicht.
3Bei unelastischer Nachfrage kann mehr Angebot den Umsatz senken.
4Bei zwei gleichzeitigen Kurvenverschiebungen behaupten, beide Größen seien eindeutig bestimmt.
5Substitute in der Produktion wirken umgekehrt wie im Konsum: Preis von Gut 1 ↑ → Angebot von Gut 2 ↓.
6Pareto-effizient heißt nicht gerecht.
7Für Handelsgewinne zählt der komparative, nicht der absolute Vorteil.
Produktion und Kosten
1Abnehmender Grenzertrag (kurzfristig, ein Input) vs. abnehmende Skalenerträge (langfristig, alle Inputs).
2Versunkene Kosten in Entscheidungen einbeziehen – sie sind irrelevant.
3Buchhalterischer vs. ökonomischer Gewinn: Opportunitätskosten gehören dazu.
4Vergessen, dass MC die AVC- und ATC-Kurve im Minimum schneidet.
5Kurzfristige und langfristige Kostenkurven verwechseln – die LAC ist die Hüllkurve und liegt nie über der kurzfristigen ATC.
Wettbewerb und Gewinn
1Die Firmennachfragekurve (waagrecht) mit der Marktnachfragekurve (fallend) verwechseln.
2Beim Stilllegungspunkt ATC statt AVC verwenden.
3Beim Gewinnmaximum den fallenden Ast der MC-Kurve wählen.
4Nullgewinn im langfristigen Gleichgewicht falsch interpretieren – es bedeutet normale Verzinsung, nicht Not.
5Die Gewinnspanne (P − AC) ist im AC-Minimum am größten, der Gewinn aber bei P = MC.
6Gewinn- und Pauschalsteuern ändern die angebotene Menge nicht, Mengensteuern schon.
Externalitäten
1Bei Externalitäten annehmen, das effiziente Emissionsniveau sei null.
2Coase: Die Rechtszuteilung ändert die Verteilung, nicht die Effizienz.
3Bei der Steuer ist der Preis sicher, bei der Quote die Menge.
Makroökonomie
1Gebietsansässigkeit, nicht Staatsbürgerschaft, entscheidet über die Zugehörigkeit zur Volkswirtschaft.
2BIP = Inlandskonzept, BNE = Inländerkonzept.
3Positive Bruttoinvestitionen heißen nicht, dass der Kapitalstock wächst.
4LB-Überschuss ⇔ S > I ⇔ positive Kapitalbilanz (Aufbau von Auslandsforderungen).
5Disinflation ist nicht Deflation – die Preise steigen weiter.
6Arbeitslosenquote bezieht sich auf die Erwerbspersonen, nicht auf die Bevölkerung.
7Hier gilt: E ↑ = Aufwertung der Inlandswährung (Mengennotierung).